In Marokko ist ein solches Produkt sauberes Wasser. Die abgelegenen Berberdörfer in der Region um Sidi Ifni im südmarokkanischen Antiatlasgebirge leiden an erheblichem Wassermangel. Die Dorfbewohner müssen einen großen Teil ihres Einkommens für Wasser ausgeben.
Doch eigentlich gäbe es genug Wasser: Bedingt durch die Küstennähe und die besonderen Windverhältnisse Gran Canarias zählt das Antiatlasgebirge zu einer der nebelreichsten Gegenden der Welt. Der Nebel enthält sehr viel Wasser, das man nur aus der Luft ernten muss. Henning Sabersky (21) und Severin Engelmann (24) arbeiten mit ihrem Team seit eineinhalb Jahren genau daran. Die Technik, die dabei angewendet wird, heißt Nebelfangen. Die engmaschige Struktur der herkömmlichen Hagelschutznetze „fängt“ den Nebel aus der Luft ab wobei die im Nebel enthaltenen Tropfen am Netz hängen bleiben und schließlich in einer Rinne unterhalb des Netzes fallen. Die Bewohner können das selbst produzierte Wasser für landwirtschaftliche und hygienische Zwecke nutzen. Besonders hervorzuheben ist, dass die World Health Organisation (WHO) die hohe Qualität des in Südmarokko aus Nebel gewonnenen Wassers experimentell verifiziert hat.
„Die Technik der Nebelfänger hat mich von Anfang an fasziniert“, erklärt Severin. „Allerdings waren die bisherigen Modelle viel zu groß und zu technisiert, um sie mit dem enactus-Anspruch zu verbinden. Wir wollen, dass die Menschen vor Ort mit lokalen Materialen die Nebelfänger produzieren und warten können.“
Also wurden die Nebelfänger verkleinert und vereinfacht. Inzwischen haben sie nur noch 1,5 Quadratmeter Netz, wiegen 15 Kilo und sind damit tragbar. „Das Konzept der mobilen Nebelfänger hat viele Vorteile“, erläutert Henning weiter. „Sie sind leichter herzustellen und zu warten. Außerdem sind sie für die Bevölkerung erschwinglich: Mit circa 30 Euro pro Stück entspricht ein Nebelfänger dem, was eine Person sonst im Monat für Wasser ausgeben müsste. Damit hat sich der Erwerb bereits nach einem Monat ausgezahlt, und die Menschen haben Wasser höchster Qualität.“
Bei idealen Bedingungen erzeugt ein mobiler Nebelfänger etwa 10 Liter Wasser pro Tag – in Marokko genug, um eine Person zu versorgen. So wird sich die Lebensqualität für die Dorfbewohner nachhaltig verbessern. Bei einer Exkursion nach Sidi Ifni im Juni 2014 baute enactus München in Zusammenarbeit mit der lokalen Partnergruppe enactus Agadir einen ersten Prototyp und setzte sich mit den sozio-kulturellen Bedingungen vor Ort auseinander. Derzeit ist nämlich eine Pilotphase der mobilen Nebelfänger geplant. Während dieser zweimonatigen Testphase wird die Funktionalität der Prototypen erprobt und die ertragsreichten Gebiete in Marokko ermittelt.

Im Sinne des „Empowerment of our people in need“, überträgt das Konzept die Verantwortung über die Wasserproduktion direkt an die Haushalte. Sie kümmern sich selbst um ihren mobilen Nebelfänger und können dafür das konsumieren, was sie produzieren. Das vermeidet Konflikte um die Aufteilung des Wassers. Das Team wird kleine Werkstätten vor Ort aufbauen und Mechanikern eine Zusatzausbildung geben, mit der sie die Nebelfänger produzieren und anschließend an die Kommunen verkaufen können.

Das nächste Ziel ist es, fünfzig Nebelfänger vor Ort zu produzieren, zu verkaufen und zu verwenden. Sobald sich das Projekt etabliert hat und sich selbst tragen kann, kann es enactus an die Träger vor Ort übergeben. Bis es soweit ist, sind aber noch einige Schritte zu gehen. „Im Moment braucht das Projekt Mobile Nebelfänger vor allem Sponsoren, um die anfallenden Material-, Bau- und Lohnkosten für die erste Werkstatt zu decken, bis diese sich selbst tragen kann. Auch für die Nebelforschung könnten Kosten von mehreren tausend Euro anfallen“, erklären die Studenten.

Ein weiteres Problem der Studentengruppe ist chronischer Platzmangel. „Für Räume auf dem Gelände  der Universitäten müssen wir hohe Nebenkosten zahlen“, beschreibt Franziska die Lage. „Wir dürfen auch Räume bei unseren Partner-Firmen nutzen, allerdings reichen diese kaum für die vielen verschiedenen Team-Meetings.“ Eine weitere große Hilfe für enactus München wären Räume, die abends oder am Wochenende kostenfrei genutzt werden können. ff

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